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  • AutorenbildAnna

Mistel - magische Druidenpflanze



Die berühmten Mistelzweige wachsen als Halbschmarotzerpflanzen auf Bäumen, dies bedeutet, dass die Mistel Wasser und Nährsalz aus dem Wirtsorganismus also dem bewachsenen Baum ziehen. Kohlenhydrate bildet sie jedoch selbst. Um die nestartig wachsenden, ledrigen, gelbgrünen Misteln also zu finden muss man den Blick nach oben in die Baumkronen richten.


Ich denke die meisten kennen den Mistelzweig vom bei uns sehr beliebten Brauch vor Weihnachten. Hierzu wird ein Zweig aufgehängt, wer eine Frau darunter führt darf sie küssen. Wird er über der Haustür aufgehängt schützt er das Haus und seine Bewohner und bringt Glück und Liebe ins Haus. Was viele jedoch nicht wissen, die sagenumwobene Pflanze steckt auch voller Heilkräfte.


Hier in meinem Beitrag habe ich dir ein paar wichtige Infos über die Mistel zusammen geschrieben, hier noch ein kurzer Überblick:



 

Erkennungsmerkmale

  • Vorkommen: wächst auf Laub- und Nadelbäumen, sehr gerne in Flusstälern wo die Luftfeuchtigkeit hoch ist in einer Höhe von maximal 1200m

  • Wuchsform: rundlich bis kugelig, kann einen Durchmesser von bis zu 3 Meter erreich

  • Blätter: immergrün, länglich und umgekehrt eierförmig und ledrig

  • Blüten: erscheinen im Frühling (ab März) in den Blattachseln und sind relativ unscheinbar und gelb

  • Früchte: vor allem im Winter gut erkennbar, weiße und innen klebrige Beeren die etwa erbsemgroß sind

Übrigens: Vögel, vor allem die Misteldrossel, fressen die weißen Früchte der Mistel und scheiden diese wieder aus. Auf diesem Wege vermehrt sich die Mistel




Inhaltsstoffe


Der umgangssprachliche Hexenbesen steckt voller Inhalts- und Wirkstoffe, die dazu beitragen können unseren Körper zu heilen und deren Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Unter anderem enthält die Mistel auch giftige Inhaltsstoffe wie Lektine und Viscotoxine. Sei dir beim sammeln jeder Pflanze über die Inhaltsstoffe bewusst, denn daraus ergibt sie auch die Anwendung. Das besondere bei der Mistel ist, dass das Verhältnis der Inhaltsstoffe stark vom Wirt abhängt, dass heißt Misteln auf unterschiedlichen Wirtsbäumen, können unterschiedliche Wirkungen entfalten. Hier habe ich einige der Inhaltsstoffe, die für mich sehr wichtig erschienen zusammen geschrieben und erklärt.


Alkaloide

es gibt über 8000 verschieden Alkaloide und dienen der Pflanze als Fressschutz und regulieren das Pflanzenwachstum. Sie können physiologische Wirkungen auf den Organismus haben und werden deshalb in vielen Medikamenten eingesetzt. Sie wirken unter anderem euphorisierend und aufputschend und kommen auch in Nikotin und Koffein vor. Achte hier jedoch auf die Dosierung, denn sie gehören zu den primären toxischen Pflanzenstoffen und können zu hoch dosiert schädlich sein.


Oleanolsäure

diese Säure kommt unter anderem auch in Salbei und Efeu vor, sie reduziert die Produktion der Talgdrüsen herabsetzt und somit die Hautfettproduktion reduziert. Dies hat auf unsere Haut eine entzündungshemmende, hautberuhigende Wirkung und wirkt zugleich porenverfeinernd und mattierend. Zudem hat diese Säure eine antiproliferative (Zellwachstums hemmende) Wirkung, was in der Medizin zur Behandlung von Tumoren genutzt wird.


Viscin

Eine Besonderheit bei der Mistel, ist dass keine Samenschale ausgebildet wird, sondern eine klebrige Schicht, das Viscin. Dies hat vor allem bei der Samenausbreitung zwei Funktionen: es ist glitschig, so kann der Samen den Verdaungsappart des Vogels schnell durchqueren und zweitens es ist seht klebrig und klebt so die Samen an den Ästen der Wirtbäume fest.


Bitterstoffe

Werden Bitterstoffe mit der Nahrung aufgenommen, entfalten diese eine appetitanregende Wirkung. Sie entfalten ihre Wirkung aber bereits ab der ersten Zungenberührung! Magen, Leber, Galle und Bauspeicheldrüse werden stimuliert. Das gesamte Verdauungssystem beginnt zu arbeiten. Magensäfte, Gallenflüssigkeit und Insulin werden freigesetzt und zur Aufnahme von Nähstoffen bereitgestellt. An der Pflanze sollen die Bitterstoffe vor Fressfeinden schützen.


GIFTIGE INHALTSSTOFFE


Viscotoxin

ist eine Sammelbezeichnung für eine ganze Gruppe Toxine der Mistel. Sie sind ein Bestandteil der Mistel-Extraktion (mehr dazu bei Anwendung) bei der Chemotherapie, da sie zytotoxisch auf verschiedenste Zellen von Mensch, Tier und Pilz wirken. Sie sind vor allem in jungen Pflanzenteilen bzw. jungen Blättern und Ästen zu finden. Im Juni soll der Gehalt der Viscotoxine in der Pflanze am höchsten sein.


Mistellektine

Nur etwa 1% der Mistelproteine sind Mistellektine, der Lektingehalt hängt jedoch stark vom Wirtsbaum und der Jahreszeit ab und ist vor allem in den Beeren enthalten. Vor allem an lektinreichen Bäumen wie der Pappel, der Eiche und dem Apfelbaum ist der Gehalt entsprechend hoch. Obwohl Mistellektin im Verhältnis nur sehr wenig in der Pflanze vor kommt, darf die Wirkung nicht unterschätzt werden. In unterschiedlichen Studien und Beobachtunen wird gezeigt, dass das Mistellektin zum einen über eine direkte Schädigung der Tumorzellen wirkt und zum anderen indirekt über die Stimulation immunologischer Prozesse.



Anwendung

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten die Mistel zu verwenden, ein paar davon habe ich dir hier zusammen geschrieben und ein paar werde ich in den nächsten Tag in separaten Blog Beiträgen mit euch teilen. Die Mistel wirkt:

  • blutzuckersenkend

  • blutdrucksenkend

  • blutstillend

  • krampflösend

  • zusammenziehend

  • krebshemmend


Die Verwendung der Mistel in der Krebstherapie geht zurück auf Rudolf Steiner, behandelt wird hier mit einem Mistelextrakt. Es ist bekannt, dass dieses Extrakt bei manchen Krebsarten das Tumorwachstum hemmen kann, weil die Wirkstoff die Abwehrkräfte des eigenen Körpers stärkt und so mit den Zellwucherungen entgegen wirkt. Die Mistel-Inhaltsstoffe gehören zu den am besten untersuchten in der Pharmazeutik, vor allem bei den Wirkungen gegen Krebs hat es über tausend wissenschaftliche Veröffentlichungen gegeben. Laut neusten Studien haben Mistelpräparate immunverändernde Eigenschaften, verbessern die Lebensqualität krebskranker Patienten und lindern die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie. Vor allem stärkt die Mistel das Immunsystem, nach gewiesen sogar um das fünf Fache, dies stärkt den Körper bei jeder Erkrankung und auch bei Krebs um sich gegen die schädlichen Zellen zu währen.


Die Volksmedizin kennt vor allem die Teeanwendung bei Krämpfen, Epilepsie, inneren Blutungen, Störungen des Blutkreislaufs, Schwindel, schwachem Gedächtnis, Migräne, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Drüsenschwäche und Zuckerkrankheit.


Sie können Arteriosklerose günstig beeinflussen und haben sich wegen der krampflösenden Eigenschaften bei Asthma und als Nachbehandlung nach der Geburt bewährt.


Bei Ischias, Nervenentzündungen aber auch Rheumaattacken, kann ein starker Sud (1 Liter Wasser mit einer Hand voll Misteln) angesetzt werden. Darin werden Kompressen oder Auflagen eingelegt und damit die betroffene Stelle behandelt.


In Apfelwein angesetzt mit Meisterwurz vermischt, wird aus der Mistel ein Mittel gegen Bluthochdruck und Schlaganfall.


In der kommenden Woche folgen dann Blog-Beiträge mit dem Rezept für eine Mistelsalbe, eine Mistelessenz und mit Infos zum Räuchern mit Misteln.



Magisches


In den verschiedensten Kulturen ranken sich unzählige Sagen, Mythen und Bräuche um die immergrüne Mistel.


Ein Mistelzweig öffnet die Pforten zur Unterwelt und schützt vor Zauberei und Krankheit. Die Mistel darf also in keinem Zaubertrank fehlen. Außerdem steht sie als immergrüne Pflanze für ewiges Leben, Fruchtbarkeit und Glück.


Bei den Kelten war die Mistel, die auf einer Eiche wächst so heilig, dass man ihr nur unter Verbeugung und Gebeten näherte. Sie wurde am sechsten Tag vor Neumond von weiß gewandeten Priestern mit einer goldenen Sichel geerntet und in einem weißen Mantel aufgefangen. Man schlachtet zu diesem Fest zwei weiße Stiere und weihte die Zweige in deren Blut. Der daraus entstandene Trank soll unfruchtbare Tiere wieder fruchtbar machen und ein Heilmittel gegen jedes Gift sein. Die Eichenmistel ist jedoch in der Zwischenzeit weitgehend verschwunden, sie heute zu finden gilt als großes Glück.


Findet man eine Mistel an einem Haselstrauch oder an einem Weißdorn, dann soll darunter ein Schatz vergraben sein.

Findet ein Mädchen eine Mistel an einem Apfelbaum, dann wird es bald zur Braut

Jägern bringt der Mistelzweig Glück beim Jagen und Schießen. Und über dem Bett soll der Mistelzweig vor Albträumen schützen.


Das hier sind nur einige der Sagen und Mythen, die sich um den Mistelzweig drehen, die magische Pflanze hält also viel für uns bereit.


  • Unterstützende Edelsteine: Zitrin, Friedensachat, Feuerachat, Sternsaphir, Turmalin und Rhodochrisit

  • astrologische Zuordnung: Mond und Neptun



 

Um die Misteln zu sammeln, muss man oft auf ziemlich hohe Bäume klettern, sie machen es einem also nicht leicht. Kräuterkontor bietet aber auch Misteln zum verkauf in Bio Qualität an, schau gern vorbei!





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ACHTUNG: Rezepte, Anwendungsmöglichkeiten, Inhalte & Angaben wurden nach dem aktuellen Wissensstand der Autorin sorgfältig recherchiert und verfasst, erfolgen aber ohne Gewähr. Sie stellen keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit und/oder Richtigkeit im schulmedizinischen Verständnis. Es muss betont werden, dass jeder Mensch unterschiedlich auf die Rezepte reagieren kann. Auch natürliche Zutaten, Stoffe & Rohstoffe wie Pflanzenöle, ätherische Öle, Wachse oder ähnliches. können Allergien, Unverträglichkeiten und andere Nebenwirkungen auslösen. Bei Beschwerden und bei eventuellem Risiko ist eine ärtzliche Abklärung unumgänglich. Die Autorin haftet nicht für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den gegebene Anregungen resultieren.

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