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  • AutorenbildAnna

Augentrost

Lange gesucht und endlich gefunden - der Augentrost. Diese Pflanze wollte ich unbedingt für meine Herbarium finden und letztes Wochenende bin ich dann Bartholomäberg über eine ganze Wiese voller Augentrost gestolpert. Zwischen kleinen Braunellen, Schafgarben und Herbstlöwenzahn erstrahlen die kleinen, weißen Blüten des Augentrost.

Hier in meinem Beitrag beschreibe ich dir ein paar Erkennungsmerkmale des Augentrost sowie seine Wirkungen und etwas magisches Wissen über die Pflanze. Wie der Name der Pflanze es schon verrät wird sich dieser Beitrag um die Gesundheit der Augen handeln, aber auch auf die Haut hat das unscheinbare Pflänzchen eine großartige Wirkung.



Wie man Kräuter richtig und nachhaltig sammelt, damit nicht nur du etwas davon hast sondern auch andere Sammler, Bestäuber, Bewunderer und generell die Natur, habe ich dir in einem eigenen Blog-Beitrag zusammen geschrieben.





 

Erkennungsmerkmale


  • Blüten: 7-10mm lang, flache Unterlippe mit gelben Flecken und violetten Adern

  • Blütezeit: Juli bis September

  • Blätter: Stängel stark verzweigt, oft braunrot überlaufen und kurz behaart. Die Blätter sind kahl und oberseits etwas glänzend, obere Blätter mit Grannen.

  • Höhe: etwa 10cm

  • Vorkommen: Magerrasen, Wiesen und lichte Wälder, Sonne bis Halbschatten

  • Sonstiges: alle Augentrost-Arten sind Halbschmarotzer, ihre Samen keimen nur unter dem Einfluss von ausdauernden Wiesenpflanzen



Mythen und Sagen


Andere Namen für den Augentrost sind auch: Augenblüamle, Augenkräutli, Milchdieb, Augenklar, Augendank oder Hexenblume. Nach alt überbrachten Sagen sollte man eine Säckchen des Krauts an der Brust tragen, dies soll gegen Augenkrankheiten wirken aber auch bei schwindender Sehkraft Hilfestellung leisten.


Wenn er oben an der Spitze besonders reichlich blüht, soll dies eine Vorhersage für einen frühen Winter sein, wenn er insgesamt reicht blüht, dann soll ein strenger Winter bevor stehen. Außerdem sagt ein Mythos, dort wo viel Augentrost wächst, schlägt der Blitz häufiger ein.



Was gibt es sonst noch über den Augentrost zu wissen?


  • er ist einjährig

  • Sammelzeit ist während der Blüte und es wird das gesamte blühende Kraut geerntet

  • unterstützende Edelsteine sind: Katzenauge, Bergkristall, Silberauge, Falkenauge und Korallen

  • astrologische Zuordnung: Neptun, Merkur, Sonne




Wirkungen und Inhaltsstoffe


Inhaltsstoffe


Gerbstoffe

Bitterstoffe

ätherisches Öl

fettes Öl

Tannine

Aucubin

Cumarin

Zucker

Salze

Fettsäure

Rutin





Wirkungen


augenstärkend

magenstärkend

zusammenziehend

nervenanregend

hautstärkend

schmerzlindern





Übrigens: mein Hund Buddy durfte beim Sammeln natürlich nicht fehlen und wollte gleich einmal schnuppern, was ich so gesammelt habe.


Anwendung


Dem Augentrost werden Wirkung bei Augenschwäche, Bindehautentzündung, Lidrandentzündungen, Gerstenkörnern, nachgesagt. Zudem soll er unterstützend wirken bei Heiserkeit, Magenschwäche, Appetitlosigkeit und Kopfschmerzen. Auch Kinder können ihn einnehmen, er soll zu den bereits genannten Wirkungen auch noch Gedächtnisstärkend wirken und kann bei übermäßigem Alkoholkonsum und auch bei Heuschnupfen verwendet werden.


Tee


für den innerlichen Gebrauch wird etwa 1 TL des Krauts mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen und für 15 Minuten ziehen gelassen. Für die äußerlichen Anwendungen, die ich dir hier gleich noch Beschreibe kann es gerne auch ein stärkerer Tee sein.




Anwendungsmöglichkeiten des Augentrost Tee:

  • Kompressen in Augentrost Tee tränken, und bei stark geschwollenen Augenliedern für etwa Minuten auflegen

  • denn Tee nur 4 Minuten ziehen lassen, bei Belieben können auch noch ein paar Kamillen Blüten beigemischt werden und ein paar Körnchen Meersalz. Alles penibel abseihen, abkühlen lassen, mit der Flüssigkeit kann ein Augenbad oder eine Augenspülung durchgeführt werden

  • ein starker Tee kann auch gegurgelt werden und kann so bei längerer Anwendung bei Zungenlähmung oder Stottern einen positiven Effekt haben.

  • Auch bei Taubheitsgefühlen der Finger kann der Tee bei längerer Einnahme unterstützend wirken.

  • Einen starken Tee kann man auch als Badezusatz benutzen bei empfindlicher oder gereizter Haut.



Zur Unterstützung kann das Kraut auch getrocknet und pulverisiert werden und dieses Kräuterpulver kann dann den täglichen Speisen untergemischt werden. Aber auch eine Tinktur daraus kann hergestellt werden, und diese 3 mal täglich 15-20 Tropfen deinen Getränken beimischen. Wie du die so eine Tinktur herstellst, zeige ich dir in einem eigenen blog-Beitrag in den nächsten Tagen.





 


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ACHTUNG: Rezepte, Anwendungsmöglichkeiten, Inhalte & Angaben wurden nach dem aktuellen Wissensstand der Autorin sorgfältig recherchiert und verfasst, erfolgen aber ohne Gewähr. Sie stellen keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit und/oder Richtigkeit im schulmedizinischen Verständnis. Es muss betont werden, dass jeder Mensch unterschiedlich auf die Rezepte reagieren kann. Auch natürliche Zutaten, Stoffe & Rohstoffe wie Pflanzenöle, ätherische Öle, Wachse oder ähnliches. können Allergien, Unverträglichkeiten und andere Nebenwirkungen auslösen. Bei Beschwerden und bei eventuellem Risiko ist eine ärtzliche Abklärung unumgänglich. Die Autorin haftet nicht für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den gegebene Anregungen resultieren.

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